Kaffeebohnen sind die Kerne der Frucht von Kaffeepflanzen. Zwei Kerne bilden die Kaffeekirsche. Wenn diese rot ist, kann sie geerntet werden. Die Ernte erfolgt manuell, so wird sicher gestellt, dass nur reife (rote) Kirschen geerntet werden. Das macht mehrmalige Erntedurchgänge nötig.

Reife geerntete Kaffeekirschen

Es gibt zwei Verfahren zur Ablösung des Fruchtfleischs von den Kernen: das trockene und das nasse Verfahren. Für den Export ist letzteres Voraussetzung, um eine hochwertige Qualität der Kaffeebohne zu erreichen.

Pidecafé öko wird nass aufbereitet. Die dafür notwendigen Anlagen wurden größtenteils durch Spenden finanziert.

Die Kaffeekirschen werden gewaschen

Entpulpung

Trennen der Bohnen von der Kaffeekirsche

Fermentation der Kaffeebohnen

Anschließend werden die Bohnen von Hand nach Qualitätskriterien sortiert und zum Trocknen in der Sonne ausgelegt oder in Zelten getrocknet.

2016-fermentierte-bohnen-sortierung

Trocknen der Kaffeebohnen im Freien 

Trocknen der Kaffeebohnen

Danach werden die grünen Kaffeebohnen in Säcke verpackt und zur Kaffeeaufbereitungsanlage nach Piura gebracht.

Norandino (früher CEPICAFÉ) ist ein Zusammenschluss mehrerer Produzenten und verfügt dort über eine der modernsten Kaffeeaufbereitungsanlagen der Region. In dieser wird der Inhalt jedes Kaffeesacks auf seine Qualität hin überprüft, dann produzentenbezogen weiter verarbeitet und nochmals auf Fehlbohnen kontrolliert. Anschließend werden sie für den Export verpackt.

Handverlesene Kaffeebohnen

Die hier gezeigte, frühere Handverlesung der Kaffeebohnen wurde nun ersetzt durch eine moderne Laseranlage. Die Qualität der Bohnen ist so hoch, dass kaum Ausschuss anfällt.

Laseranlage zur Sortierung der Kaffeebohnen

Kleine Röstanlage für Proberöstungen

Erst wenn die ExpertInnen bei NorAndino von der Qualität der Proberöstungen überzeugt sind, wird der Kaffee endgültig verpackt und an die GEPA verschifft.

Das Rösten ist der letzte Schritt. Da Deutschland zum Schutz der inländischen Röstereien Zoll auf gerösteten Kaffee erhebt, wird Pidecafé öko erst in Deutschland geröstet. Auch hier gibt es wieder zwei Verfahren: das langsamere Trommelrösten und das Schnellröstverfahren. Trommelrösten ist kostenintensiver, da es länger dauert und auch der Ausschuss höher ist, aber es entsteht dabei der qualitativ bessere Kaffee. Große Röstereien verwenden meist das Schnellröstverfahren. Pidecafé öko wird - wie die meisten fair gehandelten Bio-Kaffees - schonend langzeitgeröstet und ist dadurch hochwertiger, ergiebiger und bekömmlicher.