PROGRESO/PIDECAFÉ führt mit Unterstützung aus Baden-Württemberg verschiedene Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffee-Kleinbauern aber auch der ländlichen Infrastruktur durch. Ein großer Teil der Finanzierung stammt aus Spenden und von Geldgebern, wie z.B. dem BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die Durchführung, Finanzierung und Überwachung übernehmen der Tuttlinger "Arbeitskreis Dritte Welt e.V." und die "Initiative Überleben e.V. Bad Urach".

  • Beratung und Schulung der Kaffeebauern:
    Schulung Kaffeebauern
    Der ursprüngliche Zweck ist auch heute noch eine der Hauptaufgaben.
  • Gemüsegärten der Mütterclubs:
    Gemüsegarten
    Einrichtung von gemeinschaftlichen Gartenanlagen,
    Nutztier Meerschweinchen
    Nutztier Schweine
    Kleintierzucht und
    Fischzucht
    Fischzucht (hier: Karpfenteiche) zur Diversifizierung der Ernährung (statt nur Reis mit Bohnen auch erntefrisches Gemüse und Salate).
  • Schulbibliotheken:
    Schulbibliothek
    Bildungsprojekt in 30 Primär- und Sekundarschulen in den Kaffeedörfern (in Eigenverantwortung von Schülern, Eltern, Lehrern und Gemeinden betrieben).
  • Kochherdprojekt:
    Kochherd
    Finanzierung und Bau von Kochherden mit Baumaterialien aus der Region (bislang mehr als 1.000), dadurch Verringerung der verwendeten Holzmenge auf ein Drittel und Verbesserung der Kochhygiene und Lebensqualität (Kamine, kein offenes Feuer mehr im Haus).
  • Aufforstung:
    Aufforstung Peru
    Peru ist extrem vom Klimawandel betroffen. PIDECAFÉ beteiligt sich an Wiederaufforstungsprojekten, um der Erosion und den Auswirkungen der Erderwärmung entgegenzuwirken.
  • Latrinien
    Latrine
    u.a. zur Vermeidung von Infektionen
  • Promotorenausbildung:
    Promotorenausbildung
    Dabei werden motivierte und fachlich kompetente Männer und Frauen aus den Dörfern als Spezialisten in den Projekten geschult. Sie sind Unterstützer und Multiplikatoren für die professionellen Berater, auch für die Zeit nach Projektabschluss.
  • Aktuell seit Mai 2009 Informationsprojekt: Teile des Anbaugebiets sind von Bergbauplänen ausländischer Großfirmen betroffen. Hier sollen Kupfer und Edelmetalle im Tagebau abgebaut werden, was zur Zerstörung der Umwelt, Lebens- und Arbeitswelt der einheimischen indigenen Bevölkerung führen würde. PIDECAFÉ ist Mitglied im Netzwerk. Weitere Informationen auch unter www.kampagne-bergwerk-peru.de.
  • 2010 bis 2013 Projekt zur Ernährungssicherung, häuslichen Hygiene und Bildung in Huarmaca mit Unterstützung des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).
    Huarmaca
     
    Huarmaca
    Ausweitung des Projektgebietes mit den oben genannten Projektschwerpunkten in eine abgelegene Region.

Seit Frühjahr 2015 wird ein Aufbauprojekt mit dem Schwerpunkt "Einkommenssicherung" durchgeführt. Bis dahin finanzierte die Initiative Überleben Bad Urach ein Überbrückungsprojekt, damit die Mitarbeiter von PROGRESO/PIDECAFÉ (Agrartechnikerin Maria Villegas, Agraringenieure Felix Suarez und Raúl Tineo) weiter beschäftigt werden konnten.

Das Projekt hat ein Gesamt-Finanzvolumen von 240.000 € für drei Jahre im Distrikt Huarmaca und wird finanziell unterstützt durch das BMZ. Es handelt sich um 10 Dörfer mit rund 700 Kleinbauernfamilien. Die Einrichtung von Gemüsegärten, Karpfenteichen, verbesserten Kochherden, Aufforstungen und Dorfbegrünung, Schulbibliotheken, Latrinen und die Ausbildung von PromotorInnen stellen das Grundlagenprojekt dar, das zunächst weiter geführt wird, vor allem in den vier „neuen“ Dörfern.

Weitergehend wird das Thema Einkommensentwicklung im Fokus stehen, vor allem die Produktion eines qualitativ hochwertigen Bio-Arabica-Kaffees, der nach kontrollierter Fermentierung exportfähig für den Fairen Handel wird. Zunächst müssen allerdings hierbei die Produktionstechnik und die Erträge entscheidend verbessert werden. So sollen langfristig für diese Familien sichere Einkommen generiert werden, die auch den Kindern der Bauernfamilien eine Perspektive geben, die Kaffeeparzellen zu übernehmen und weiter zu bewirtschaften ohne in die Städte emigrieren zu müssen. Für drei Jahre wird das Projekt mit drei AgrartechnikerInnen vor Ort in diesen 10 Dörfern arbeiten.